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Mrz 08 2011

Fisheye

Autor: Andrea. Abgelegt unter Allgemein

Das Fisheye ist ein Spezialobjektiv, das Aufnahmen ermöglicht, die mit keinem anderen Objektiv machbar sind. Seinen Namen trägt das Objektiv, weil es Bilder so abbildet wie sie von einem sich unter Wasser befindenden Fischauge wahrgenommen werden würden. Charakteristisch für das Fisheye ist dabei die sehr große tonnenförmige Verzeichnung. Alle geraden Linien, die nicht genau durch den Bildmittelpunkt verlaufen, erscheinen dabei gekrümmt. Dieser Effekt wird umso stärker je weiter die Objekte von der Bildmitte entfernt sind. Der große Vorteil, den das Fisheye gegenüber anderen Objektiven hat, ist dessen beeindruckend großer Bildwinkel von meist 180° – in Ausnahmefällen sogar von bis zu 220°.

Für normale Aufnahmen wie beispielsweise Portraits ist das Fisheye-Objektiv folglich denkbar ungeeignet. Hierbei hätte man den Eindruck in eine Art Zerrspiegel zu schauen, der die Motive auf eine geradezu lächerlich-groteske Art und Weise entstellt. Die Liste der sinnvollen Einsatzmöglichkeiten ist kurz und die Verwendung des Fisheye-Objektivs sollte wohl überlegt sein.

Zum einen sind Effektbilder verschiedener Arten mit dem Fisheye denkbar. Gerade, wenn von einem höhergelegenen Standpunkt wie beispielsweise einem Hochhaus oder einem Berg aus die Erdkrümmung simuliert werden soll, eignet sich das Spezialobjektiv hervorragend. Ansonsten findet das Fisheye vor allem bei Landschaftsfotografien Verwendung, in denen ein großer Bildwinkel oft von Vorteil ist. Schafft man es hierbei die Horizontlinie möglichst exakt durch den Bildmittelpunkt laufen zu lassen, dann sind auch die entstehenden Verzerrungen oft minimal.

Großer Nachteil des Fisheye-Objektivs ist neben dessen geringen Einsatzmöglichkeiten vor allem der meist sehr hohe Anschaffungspreis, der es Hobbyfotografen im Regelfall leider verwehrt mit den durchaus interessanten Möglichkeiten des Spezialobjektivs herumzuexperimentieren.

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