Mrz
11
2011
Die 3D Technik ist immer weiter auf dem Vormarsch. So gibt es neben 3D Kinofilmen mittlerweile sogar 3D-fähige Fernseher und Spiele mit 3D-Modus. Entsprechend verwirrend ist hier der Ausdruck 3D Fotografie. Diese ist nämlich keineswegs eine technische Neuerung, sondern existiert bereits wesentlich länger. Besser bekannt ist die 3D Fotografie auch unter dem weniger irreführenden Namen Stereoskopie. Dabei handelt es sich eigentlich gar nicht um ein wirkliches 3D Bild, sondern vielmehr um zwei ähnliche, in 2D aufgenommene Bilder, die eine räumliche Tiefe vermitteln.
Grundlage für das Verständnis der 3D Fotografie ist die Tatsache, dass wir Gegenstände mit unserem linken Auge im Vergleich zu unserem rechten Auge, aufgrund der unterschiedlichen Blickwinkel, etwas versetzt wahrnehmen. Diese leicht unterschiedlichen Perspektiven sind der Grund dafür, dass wir dreidimensional sehen können. Die Stereoskopie macht sich jetzt genau diese Tatsache zu Nutze, indem sie das gleiche Motiv aus zwei leicht versetzten Perspektiven fotografiert und damit die unterschiedlichen Blickwinkel unserer beiden Augen simuliert.
Die bei der Stereoskopie angewandten Verfahrensweisen unterscheiden sich allerdings voneinander. Eine populäre und relativ einfachere Möglichkeit zur Simulation eines 3D Eindruckes eines Bildes ist beispielsweise die sogenannte Kreuzblicktechnik. Dabei sollen die beiden leicht versetzten zweidimensionalen Bilder durch bewusstes Schielen so übereinander gelagert werden, dass ein drittes – zunächst verschwommenes – Bild erzeugt wird, das den gewünschten 3D Effekt aufweist. Prinzipiell wenden wir den Kreuzblick in unserem täglichen Leben immer dann an, wenn wir einen Gegenstand nah fokussieren, also beispielsweise beim Lesen. Durch entsprechendes Training schafft es das Auge nach einiger Zeit auch bei weiter entfernten Gegenständen das, zunächst verschwommen erscheinende Bild, scharf abzubilden.
Tags: 3D, 3D Bild, 3D Effekt, Fotografie, Stereoskopie
Mrz
08
2011
Das Fisheye ist ein Spezialobjektiv, das Aufnahmen ermöglicht, die mit keinem anderen Objektiv machbar sind. Seinen Namen trägt das Objektiv, weil es Bilder so abbildet wie sie von einem sich unter Wasser befindenden Fischauge wahrgenommen werden würden. Charakteristisch für das Fisheye ist dabei die sehr große tonnenförmige Verzeichnung. Alle geraden Linien, die nicht genau durch den Bildmittelpunkt verlaufen, erscheinen dabei gekrümmt. Dieser Effekt wird umso stärker je weiter die Objekte von der Bildmitte entfernt sind. Der große Vorteil, den das Fisheye gegenüber anderen Objektiven hat, ist dessen beeindruckend großer Bildwinkel von meist 180° – in Ausnahmefällen sogar von bis zu 220°.
Für normale Aufnahmen wie beispielsweise Portraits ist das Fisheye-Objektiv folglich denkbar ungeeignet. Hierbei hätte man den Eindruck in eine Art Zerrspiegel zu schauen, der die Motive auf eine geradezu lächerlich-groteske Art und Weise entstellt. Die Liste der sinnvollen Einsatzmöglichkeiten ist kurz und die Verwendung des Fisheye-Objektivs sollte wohl überlegt sein.
Zum einen sind Effektbilder verschiedener Arten mit dem Fisheye denkbar. Gerade, wenn von einem höhergelegenen Standpunkt wie beispielsweise einem Hochhaus oder einem Berg aus die Erdkrümmung simuliert werden soll, eignet sich das Spezialobjektiv hervorragend. Ansonsten findet das Fisheye vor allem bei Landschaftsfotografien Verwendung, in denen ein großer Bildwinkel oft von Vorteil ist. Schafft man es hierbei die Horizontlinie möglichst exakt durch den Bildmittelpunkt laufen zu lassen, dann sind auch die entstehenden Verzerrungen oft minimal.
Großer Nachteil des Fisheye-Objektivs ist neben dessen geringen Einsatzmöglichkeiten vor allem der meist sehr hohe Anschaffungspreis, der es Hobbyfotografen im Regelfall leider verwehrt mit den durchaus interessanten Möglichkeiten des Spezialobjektivs herumzuexperimentieren.
Tags: Bildwinkel, Erdkrümmung, Fisheye, Spezialobjektiv, Verzerrungen