Feb
19
2010
Es wird wohl jeden Fotografen und auch jeden Künstler einmal so ergehen – die Kreativität macht sich rar und es fällt einem Nichts ein, was man ablichten könnte. Man muss jedoch nicht verzweifeln, denn es gibt genügend Motive um uns herum, die wir als solche bisher gar nicht so wahrgenommen haben. Bei einem Urlaub in den Niederlanden fielen mir irgendwann die verschiedenen Fensterläden an den Häusern auf. Manche waren einfach nur grün und verwittert, andere waren mit Mustern versehen und wieder andere stachen mit einer außergewöhnlichen Lackierung hervor. Auch Türen können als Motiv sehr reizvoll sein, besonders antike Türen, die mit Schnitzereien versehen sind. Nachdem ich einige Motive zusammen hatte, erstellte ich mir daraus eine Fotoserie, die nun meinen Hausflur schmückt und bei Besuchern auf Begeisterung stößt.
Es müssen jedoch nicht immer Gegenstände sein, welche man zu Fotoserien verarbeiten kann. Menschen können als Motiv ebenso reizvoll sein. Porträts, die alle aus einem Blickwinkel aufgenommen und als Serie zusammengestellt werden, können eine ungeahnte Faszination ausüben, oder einfach nur Hände. Kleine Babyhände, Hände von betagten Menschen, denen man das zurückgelegte Leben ansieht, zarte Frauenhände und so weiter. Kontraste können dem Ganzen noch mehr Pepp geben, wie beispielsweise die zarte Babyhand in Papas großen Männerhänden. Menschen vollziehen ständig mit den Händen Gesten. Wir nehmen sie unbewusst war, aber achten selten bewusst darauf.
Zuhause sind wir ebenfalls von Motiven umgeben. Die Flaschensammlung, die eigentlich längst in den Flaschencontainer gehört, kann als Motiv herhalten, wenn man sie kreativ ablichtet. Auch kann man schon mit wenigen interessanten Gegenständen ein Stillleben zusammenstellen. Dabei muss es nicht immer „schön“ aussehen, ein Foto darf auch einmal verrückt oder gar provokant sein. Einfach mal ausprobieren – die Kreativität stellt sich gewöhnlich dabei von selbst ein.
Tags: Fotoserie, Motive, Porträts, Stillleben
Feb
05
2010
Diese ganz spezielle Bauform eines Blitzes ist in der Fotografie von unschätzbarem Wert. Mehrere oder auch eine einzelne Blitzröhre umschließt dabei das Objektiv ringförmig und das Synchronkabel verbindet diese Blitzanlage dann mit der Kamera, damit der Auslösezeitpunkt 100%ig perfekt ist. Der Ringblitz ermöglicht eine schattenfreie Motiv-Ausleuchtung, ohne das man vorher das Objektiv abschatten müsste. Das Licht des Ringsblitzes ist, durch seine räumliche Ausdehnung, im Vergleich zu normalen Blitzanlagen recht weich. Dabei ist zu beachten, dass der Ringblitz eine kreisförmige Reflexion auf allen glänzenden Oberflächen hinterlässt, also auch beispielsweise auf Augen, was durchaus störend sein kann. Da die räumliche Wirkung eingeschränkt ist, können auch andere Probleme auftreten und so kann man den Ringblitz entweder doch teilweise abschatten oder sich für ein anderes Beleuchtungsmittel entscheiden.
Einsatzbereiche und Anwendungen
Besonders gut eignet sich der Ringsblitz allerdings für die Makrofotografie und die Portraitfotografie. Makro-Ringblitze sind als Systemzubehör erhältlich, wobei sie allerdings nicht die Leistung eines Studio-Ringblitzes erreichen können. Um einen ähnlichen Effekt zu erzeugen, kann man auch eine Reihe von LEDs oder Leuchtstoffröhren als Dauerbeleuchtung nutzen. Die Anschaffung eines Ringblitzes ist nicht ganz billig, man muss schon mit 200, – bis 1100, – Euro rechnen. Durch den Ringblitz ist mit einem Blendenverlust von einer Blende zu rechnen, den man manuell ausgleichen sollte. Im Macrobereich ist die Ausleuchtung wirklich erwähnenswert, die Ergebnisse sind sehr gut. Bei Portraitaufnahmen wird der Haut sehr geschmeichelt, da die Hauttöne wärmer wirken. Das liegt am Absinken der Farbtemperatur, was man bei einem Weißabgleich gut überprüfen kann. Ringblitze finden sogar Verwendung in der Gerichtsmedizin.
Ringblitz selber bauen
Für kreative Bastler ist sogar das möglich. Die preiswerte Variante, die fünf Euro kostet, braucht man lediglich eine Plastikschüssel mit perfektem Umfang, eine Art Rohr als Verbindungsstück, Aluminiumklebeband, Aluminiumfolie, eine Klebepistole, einen Blitz und Kleber. Nach zwei Stunden Bastelarbeit sollte der Ringblitz fertig sein.
Feb
01
2010
Die meisten Hobby-Fotografen möchten ihre Bilder nicht nur als Daten auf ihrem PC haben, sondern die besten Fotos immer wieder anschauen oder für Besucher ausstellen. Eine kleine Fotowand, an der solche Fotos als Fotogalerie angebracht werden, lässt sich recht einfach umsetzen. Für Fotos eignen sich besonders Treppenaufgänge, die sich mit ihnen wirkungsvoll in Szene setzen lassen. Welche Fotos sich als Treppen Bilder eignen, liegt ganz beim Geschmack des Gestalters. Es wäre jedoch wichtig, dass die Bilder thematisch zueinander passen.
Portraitfotos lassen sich besonders gut zu einer Fotogalerie zusammenstellen. Ob es nun Fotos von der Familie sind oder einfach schöne Fotografien von Menschen, die einem etwas bedeuten. Auch Landschaftsfotos die einen Bezug zu einander haben, lassen sich gut kombinieren oder Tierfotografien.
Bei der Gestaltung ist der Bilderrahmen für die Fotos ebenfalls von großer Bedeutung. Entscheidet man sich für einen bestimmten Rahmen und ein besonderes Format, ergibt das eine strenge Anordnung, die sich dann auch bei der Anordnung der Bilder an der Wand wiederholen sollte. Verschiedene Bilderrahmen sollten eine Gemeinsamkeit haben, z.B. dass alle Rahmen aus dem gleichen Material sind oder eine bestimmte Größe haben. Für das Auge wirkt es so am harmonischsten, auch wenn sich die Bilderrahmen ansonsten eventuell in Farbe und Form unterscheiden. Möchte man dem Rahmen keine Bedeutung geben, dann wären rahmenlose Bildhalter ideal, um nur das Foto an sich in den Vordergrund zu rücken.
Zur Gestaltung einer wirkungsvollen Fotogalerie gehört eine große Portion Gefühl für Harmonie, aber es darf auch experimentiert werden. Sehr hilfreich ist es, wenn man die gerahmten Fotos vorab auf dem Boden auslegt und zuordnet, bevor man sie endgültig aufhängt.
Tags: Bilderrahmen, Einrichtung, Fotogalerien, Wandgestaltung