Aug
28
2009
Auf der Suche nach einem spektakulären und doch einfach umzusetzenden Motiv, kommt man schnell auf die Idee edle Gläser mit bunten, exotischen oder schäumenden Inhalten fotografieren zu wollen. Ob das nun der klassische Rotwein, der Schaumwein oder ein bunter Cocktail ist, spielt scheinbar anfänglich keine Rolle und genau da fängt das erste Problem an. Spätestens wenn das gefüllte Glas gereicht werden soll, kommt man mit den tückischen Gesetzen des Glases in Berührung.
Ja, das Glas ist durchsichtig! Und somit reflektiert es auch das Licht nicht so, wie man es von anderen Gegenständen her gewohnt ist. Hier dringt das Licht einfach hindurch und tut so, als wäre da nichts. Hier kommt nun der Trick mit dem Effektlicht zum Zuge. Zuvor gilt es aber, das Glas völlig makellos zu polieren, um später keine unschönen Flecken zu erhalten. Dann fällt es auf, das alles was sich hinter dem Glas befindet leicht verzerrt ist. Am besten stellt man also das Glas vor einen ruhigen und neutralen Hintergrund, beispielsweise in eine Hohlkehle.
Um ein Hauptlicht zu einem jetzt nötigen Flächenlicht zu machen, kommt die Diffusionsfolie zum Einsatz. Dieses Licht sorgt nun für die Darstellung der Konturen des Glases. Gerne gibt der Glasboden einen Lupeneffekt ab, was von der Form des Glases abhängt. Um kontrollierte Reflexe zu erhalten, wird es nun schwieriger. Am besten baut man sein Licht links vom Glas auf, so dicht, das es gerade nicht mehr im Ausschnitt auftauchen kann. Mit Hilfe von schmal zugeschnittener Spiegelpappe, die es als Klebefolie gibt, die rechts und links neben dem Glas positioniert wird und zwar so, dass sie das Licht des Reflexlichtes auffangen und sich dann in den Glaskanten spiegeln kann. Das kann eine mühevolle Aufgabe werden, bis man alles so eingerichtet hat, dass die Kanten auch sauber durchlaufen.
Tags: Diffusionsfolie, Gläser, Licht, Spiegelpappe
Aug
23
2009
Für einen Fotografen ist es eine ganz besondere Herausforderung, Familien oder Gruppen ins rechte Licht zu setzten. Gerne werden besondere Momente des Familienlebens oder ein Gemeinschaftsereignis auf Fotos festgehalten. Als Zeitdokument behalten sie stets ihren ideellen Wert, oftmals über Generationen. Als individuelle Geschenke für die Verwandtschaft oder als Dekoration für die eigenen vier Wände sind Familienfotos einfach wunderschön. Bei Gruppenfotos ist darauf zu achten, dass die Kleidung der Personen sowohl in den Farben, als auch im Stil ein wenig aufeinander abgestimmt wird.
Die Fotos werden umso brillanter, je ruhiger die Farben sind. Hier heißt es also ganz eindeutig, weniger ist mehr. Das kann unter Umständen auf den Widerstand einzelner Familienmitglieder stoßen, denn vielleicht möchte ja jeder seinen ganz besonderen Stil und seine Persönlichkeit in dem Bild verewigt sehen. Aber aus fotografischer Sicht ist das ein Nachteil. Der Grundstil spielt dabei keine größere Bedeutung, da kann es sexy, sportlich, leger oder frech werden.
Mit diesen Fotos kann mein ein schönes Zusammengehörigkeitsgefühl transportieren. Ganz besondere Effekte erzielt man mit einer geschickten Farbauswahl. Zum Beispiel könnten sich alle schwarz- weiß kleiden, oder alle in schwarz und nur einer in rot. Sehr auffällige Muster sind aber nicht vorteilhaft, da das Bild schnell unruhig wirkt. Der Ort der Aufnahme spielt eine große Rolle. Für ein Fotostudio spricht das perfekte Umfeld, das heißt der Hintergrund und das Licht stimmen, man kann als Requisiten noch einige Dinge hinzufügen und es weht nicht das kleinste Lüftchen.
Ganz anders sieht es bei Außenaufnahmen aus. Hier gibt es einige Dinge, die nicht zu berechnen sind, was aber wiederum einen ganz besonderen Charme haben kann. Gruppen und Familien werden meistens geradezu aufgestellt. Je nach Größe der Gruppe kann es zu mehreren Reihen kommen und spätestens hier muss entschieden werden, wer wo am besten platziert ist und zur Geltung kommen kann. Bei der Nachbearbeitung kann man auch noch zwischen verschiedenen Alternativen wählen. Ein klassischer schwarz-weiß Abzug, bunt und farbenfroh oder auf „alt“ getrimmt, auch hier kann man seine Wünsche noch mit einbringen.
Tags: Familienfotos, Licht
Aug
20
2009
Eine Hochzeit zu fotografieren ist ein besonders schöner Auftrag für einen Fotografen. Einen Fotografen für Hochzeitsfotos sollte sich das Brautpaar auch mit Sorgfalt aussuchen. Denn nur ein Fotograf mit genügend Erfahrungen weiß, worauf es ankommt. Bei einer Hochzeit gibt es keine Momente, die sich wiederholen lassen. Alles ist einmalig, wie der erste Kuss nach der Trauung, das Ringe Anstecken oder die Tränen der Rührung, welche die Braut und so manches Familienmitglied vergießen. Oft sehen sich Verwandte auf einer Hochzeit nach Jahren das erste Mal wieder und auch diese Wiedersehensfreude sollte ein Hochzeitsfotograf festhalten.
Es ist vorteilhaft, wenn der Fotograf schon vorher die Örtlichkeiten der Trauung und der anschließenden Feier kennt. So kann er sich schon vorher über die Bedingungen informieren. Wo sind schöne Plätze für Gruppenfotos oder wie sind die Lichtverhältnisse in den Räumlichkeiten? Der engagierte Fotograf sollte sich Notizen machen und sein Equipment entsprechend auswählen, damit er sich am Tag der Hochzeit nicht erst damit auseinandersetzen muss.

Neben der klassischen Hochzeitsfotografie kann der Fotograf auch selbst kreativ werden. Übliche Aufnahmen von Hochzeitspaaren vor der Kirche oder im Grünen kennt jeder. Natürlich kann man auf diese Fotos keinesfalls verzichten, aber besonders schön ist es auch, wenn der Fotograf vor der Hochzeit auch einmal hinter die Kulissen schaut. Beispielsweise kann er fotografisch festhalten, wie die Braut ihre Brautschuhe anzieht oder wie sie von ihren Freundinnen den Schleier aufgesteckt bekommt. Das Brautpaar wird sich sicherlich später freuen, auch in diesen Erinnerungen schwelgen zu können.
Die wichtigsten Momente einer Hochzeit in Stichpunkten:
- Vor der Hochzeit hinter den Kulissen: Das Anziehen der Brautschuhe, das Anstecken des Brautschleiers
- In der Kirche: Der Gang der Braut zum Altar, das Ringe tauschen, der erste Kuss
- In der Kirche nach der Trauung: Umarmungen der Braut und des Bräutigams durch Familienmitglieder, Aufnahmen vom Brautpaar vor der Kirche, Familienaufnahmen, Gruppenfotos, die Hochzeitskutsche oder der geschmückte Wagen
- Bei der Feier: Das Anschneiden der Hochzeitstorte, der Eröffnungstanz
Tags: Brautpaar, Hochzeit, Hochzeitsfotografie
Aug
07
2009
Um sich ein Fotostudio sinnvoll einzurichten, kommt es zunächst einmal auf die Ansprüche an. Manchmal dient es primär der reinen Fotografie, manchmal soll ein Werbefilm gedreht werden. Ziel und Motiv sind also schon mal das A und O. Es gibt eine große Auswahl an Beleutungsmöglichkeiten wie beispielsweise Halogenbrenner oder aber das Dauerlicht, die zu jeder Einstiegsausstattung gehören. Professioneller sind allerdings das HMI- Licht oder die Hochfrequenzleuchtstofflampen. Für die reine Fotografie wird oftmals die Studioblitzanlage genutzt. Dabei ist es unwichtig, ob man digital oder analog fotografiert.
Bei der Kamera werden Großformatkameras bevorzugt, da sie eine große Verstellbarkeit besitzen. Um ein perfektes Foto zu bekommen, muss man ein besonderes Augenmerk auf die Belichtung legen. Wie viel Licht wirkt wie lange auf einen Film ein, dass ist hierbei das Kriterium. Das energiereiche Licht aus einer Studioblitzanlage erzeugt eine Blitzentladung in einer Lichtfarbe von ca. 5500 K, das ist vergleichbar mit dem mittleren Tageslicht. Wichtig dabei ist, dass die Blitzsynchronzeit nicht unterhalb des Kameraverschlusses liegt.
Aber es muss nicht immer so teuer werden. Mit geringeren Mitteln kann man sich ein Fotostudio selber einrichten. Einen vernünftigen Hintergrund kann man sich selber mit Hilfe von Stoffen oder Papier herstellen. Mit Hilfe von Lichtformern, die den Winkel und die Richtung des Lichtes beeinflussen, kann man das Licht härter oder weicher, stärker oder schwächer machen.
Tags: Fotografie, Fotostudio, Großformatkameras, Studioblitzanlage