Mai
25
2009
Das wird jeder schon erlebt haben. Man fotografiert bei schönstem Sonnenschein, kein Wölkchen am Himmel und nach der Durchsicht der Fotos nichts als grauer Himmel. Wie kann man so etwas vermeiden?
Dafür gibt es ein paar wichtige Tipps:
- Um die Mittagszeit ist das härteste Licht. Deswegen sollte man die Vormittag- oder Nachmittagsstunden für Aufnahmen nutzen, dann wenn das Licht weniger hart ist.
- Die Lichtmessung nicht an hellen Gegenständen oder in schattigen Bereichen ausführen, sondern immer einen Mittelwert suchen und die Kamera dort einmessen.
- Einen Polfilter verwenden! Dieser lässt die Farben allgemein kräftiger erscheinen. Blauer Himmel bleibt blau und Grünes wird satter.
- Statt Polfilter kann auch ein Farbverlaufsfilter verwendet werden. Bei der Verwendung muss aber darauf geachtet werden, dass er richtig herum aufgesetzt wird, denn er ist so eingefärbt, dass er von oben nach unten immer heller wird.
- Hat man keinen dieser Filter zur Hand, kann eine nachträgliche Bearbeitung mit einem Bildbearbeitungsprogramm die Fotos noch retten. Viele Programme haben den Effekt-Tool „Farbverlaufsfilter”, der das gleiche kann wie ein richtiger Filter.
Also solche Fotos nicht in den virtuellen Papierkorb werfen, sondern einfach bearbeiten. Mittlerweile kann man einige Bildprogramme auch kostenlos aus dem Internet downloaden. Ein kostenloses Programm mit einem Farbverlaufsfilter ist unter anderem das Programm Picasa von Google.
Tags: Bildbearbeitungsprogramm, Farbverlaufsfilter, Lichtmessung, Polfilter
Mai
16
2009
In der Fotografie dient die Graukarte zur Kalibrierung der Belichtung und besteht meist aus einem festen Karton oder Kunststoff. Dieses Schild ist auf einer Seite weiß und auf der anderen neutral grau gefärbt. Die weiße Fläche reflektiert etwa 90% des Lichtes, während die graue Seite nur etwa 18% reflektiert.
Beim Fotografieren wird die Graukarte nah ans Objektiv platziert und mit dem Belichtungsmesser angemessen. Dabei soll die Messung diffus geschehen, was man mit einem unscharf eingestellten Objektiv erreicht. Diese Belichtungsmessung kann man entweder als Objektivmessung vornehmen oder mit einem Belichtungsmesser.
Eine Graukarte kann man im Handel kaufen oder diese auch selbst herstellen. Ist einmal keine zur Hand, kann man stattdessen auch ein sauberes Papiertaschentuch verwenden, welches man direkt (aber knitterfrei) vor die Linse spannt. Anschließend macht man ein Bild direkt in die Lichtquelle. Auch hier soll die Kamera wieder nicht scharf eingestellt sein.
Präzise Belichtungsmessungen erhält man aber auch durch einem Spotbelichtungsmesser mit einem Messwinkel zwischen 1° und 10°.
Zum Weißabgleich in der Digitalfotografie lässt sich die Graukarte ebenfalls eingesetzen. Neben der Graukarte gibt es auch eine sogenannte Farbgraukarte, auf der zusätzlich 6 Farbfelder mit verschiedenen Farbdichten aufgebracht sind. Sie kann bei der Farbstichermittlung helfen. Solche Farbgraukarten sind im Labor zur Ermittlung von Farbstichen sehr hilfreich.
Tags: Belichtung, Belichtungsmesser, Farbgraukarte, Farbstichermittlung, Graukarte
Mai
05
2009
Früher sagte man: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und daran ist etwas Wahres, was sowohl für den Menschen, als auch für die Kamera gilt. Es gibt also kein Grund auf besseres Wetter zu warten, denn schlechtes Wetter bietet dem Fotografen besondere Herausforderungen mal jenseits der „Blaue-Himmel-Fotos”, anspruchsvolle Fotografie zu praktizieren. Also Regenjacke gekauft, für die Kamera ein Aqua-Pak oder Unterwasser-, bzw. Outdoorgehäuse, für den Fotorucksack eine Regenhülle und schon kann es los gehen.
Hier nun ein paar Tipps für Schlecht-Wetter-Motive.
Porträtaufnahmen: Gewitterstimmung hat etwas Dramatisches an sich und das kann man gut nutzen. Ohne Hilfsmittel werden jedoch die Hautfarben unvorteilhaft dargestellt. Ein Goldreflektor kann dabei helfen, schöne Hauttöne zu zaubern, auch wenn alles andere herum, nach schlecht Wetter ausschaut.
- Aus dem Auto heraus fotografieren: Wasserscheue können auch im Auto, durch die Fensterscheiben an gute Motive kommen. Der Regen, der die Scheiben herunter rinnt, kann spannende Effekte erzeugen. Einfach mal experimentieren!
- Kinder im Regen: Kinder kennen kein schlechtes Wetter und wissen auch Pfützen prima zu nutzen. Springende Kinder, in ihren bunten Regensachen, geben ein tolles Motiv ab. Tipp: Die Froschperspektive nutzen, so sehen Sprünge viel höher aus. Dabei eine kurze Belichtungszeit einstellen, damit die Kinder auch in Bewegung scharf abgebildet werden. 1/250 Sekunden oder kürzer sind ideal.
- Detailaufnahmen im Regen: Ob nun ein Gegenstand oder ein Detail einer Pflanze. Nahaufnahmen können zusammen mit Regen sehr interessant aussehen. Soll der Regen als Streifen dargestellt werden, kann man längere Belichtungszeiten ab 1/30 Sekunden wählen. Dabei sollte man ein Stativ benutzen, um ein Verwackeln zu verhindern.
- Inszenierungen: Natürlich kann man auch Motive inszenieren, wie beispielsweise viele einfarbige Regenschirme aus denen ein andersfarbiger hervorsticht. Solche oder ähnliche Bilder können recht spannend wirken. Da ist nur ein bisschen Phantasie gefragt.
Tags: Belichtungszeiten, Effekte, Goldreflektor, Nahaufnahmen, Porträtaufnahmen, Schlechtes Wetter