Mai 30 2008
Nahaufnahmen: Die Welt im Detail
Nahaufnahmen zeigen die Welt im Kleinen – in Details wie man sie nur selten sieht. Das können Nahaufnahmen von Blattadern sein, winzigen Blüten die man ansonsten übersehen würde, Detailaufnahmen von bunten Insekten oder Oberflächen von Gegenständen, die man für selbstverständlich hinnimmt. Solche Aufnahmen versetzen die Menschen immer wieder aufs Neue in Erstaunen und diese Art der Fotografie kann man auch bei schlechtem Wetter in Innenräume betreiben.
Für Nahaufnahmen verwendet man bestenfalls ein Makroobjektiv. Diese sind zwar teuer in der Anschaffung, aber am einfachsten zu handhaben und liefern die beste Bildqualität. Mit solchen Makroobjektiven kann man auch ganz gewöhnliche Aufnahmen machen, wenn man sich beispielsweise ein 55mm Makroobjektiv anschafft.
Bei unbeweglichen Objekten empfiehlt es sich, beim Fotografieren ein Stativ und einen Drahtauslöser zu verwenden. Für neuere digitale Spiegelreflexkameras gibt es auch schon Fernauslöser, die kabellos funktionieren. Wichtig sind auch die Lichtverhältnisse. Mit Tageslicht oder erzeugten Licht sollte man möglichst Schatten vermeiden und die Beleuchtung dementsprechend einstellen.
Bei Nahaufnahmen kommt oftmals nur eine geringe Schärfentiefe zustande. Dies lässt sich vermeiden, wenn lange Verschlusszeiten verwendet werden. Zum Beispiel statt Blende 5,6 sollte man Blende 22 versuchen. Diese langen Verschlusszeiten machen aber ein Stativ unumgänglich.
Günstiger im Preis aber wesentliche schwieriger zu bedienen, sind Balgengeräte und Zwischenringe für die Nahaufnahmen.

Detailfoto einer Husqvarna Kettensäge als Beispiel für Makroaufnahmen in der Produktfotografie.