Apr 30 2008
Porträtaufnahmen: Auf Augenhöhe mit dem Model
Uns allen sind die Schnappschüsse von Kinder, Tieren oder Erwachsenen bekannt, wenn nicht gerade der halbe Kopf fehlt, haben solche Fotos oftmals eine merkwürdige Perspektive, besonders wenn das Model kleiner ist als der Fotografierende. Dazu sollte man einmal diese Schnappschüsse mit Fotos von Profis vergleichen und man wird schnell feststellen, dass sie anders sind und das liegt daran, dass ein Fotograf sich auf Augenhöhe begibt.
Will man beispielsweise Kinder fotografieren, geht man in die Knie oder legt sich nötigenfalls gleich mit auf dem Boden, wenn es sich um ein Krabbelkind handelt. Auch Tierporträts bekommen eine ganz andere Ausstrahlung, wenn man sie nicht von „oben herab” fotografiert sondern einen tieferen Standpunkt einnimmt. Das gleiche gilt beim Fotografieren von erwachsenen Menschen.
Fotografen müssen da schon flexibel sein und wer wirklich tolle Fotos machen möchte, sollte sich auch nicht scheuen, auch wenn es für Außenstehende komisch aussehen mag, aus der normalen Fotografierhaltung herauszukommen, um neue „Sichtweisen” zu erlangen. Wer älter ist oder aus anderen Gründen nicht mehr so beweglich, der kann sich hier auch mit einem Winkelsucher behelfen. Dieser wird auf den Sucher aufgesteckt und ermöglicht einen guten Winkel von oben aus zu finden. Diese gibt es in der Regel aber nur für analoge und digitale Spiegelreflexkameras.