Nov 24 2008
Tiefenschärfe oder Schärfentiefe?
Eigentlich bezeichnen die beiden Begriffe, Tiefenschärfe und Schärfentiefe, den gleichen Zustand. Benannt wird damit Schärfebereich des Motivs entlang der optischen Achse eines optischen Systems. Anders gesagt: Schärfentiefe oder auch Tiefenschärfe bezeichnet den Bereich in dem das Bild scharf ist oder wird. Ein optisches System kann immer nur eine Ebene scharf abbilden. Allerdings ist das Medium, auf dem abgebildet wird, nur begrenzt auflösend. Scharf wird vom menschlichen Auge ein Bereich genannt, in dem Linien und Kanten klare Grenzen aufweisen. Bei der Schärfentiefe geht es also um den Bereich des Bildes, der dem Betrachter noch scharf vorkommt. Es geht also um den Bereich des Bildes, der vor und hinter der eigentlichen Schärfeebene liegt und der noch als “scharf” erachtet wird.
Die Schärfentiefe ist unter den Fotografen ein beliebtes Stilmittel, um besondere Effekte in einem Foto zu erzielen. So kann man mittels dieser Technik das Objekt im Vordergrund unscharf gestalten und die dahinter liegenden Objekte hervorheben. Anders herum genauso, man gestaltet das vordere Objekt scharf und die dahinter liegenden unscharf.
Gerne wird die Schärfentiefe bei Portraitaufnahmen eingesetzt. Abhängig ist die Schärfentiefe vom Blickwinkel des Objektivs. Je größer der Bildwinkel desto größer die Tiefenschärfe. Je länger die Brennweite wird, umso kleiner wird die Schärfentiefe.
Aber auch die Blende der Kamera hat einen Einfluss auf die Tiefenschärfe oder Schärfentiefe.
Mittels einer kleiner werdenden Blende erhöht der Fotograf die Schärfentiefe und ebenso umgekehrt, wird die Blende vergrößert, verringert sich die Schärfentiefe.
Ähnliche Beiträge:
Ein Kommentar
Tiefenschärfe ist zwar gebräuchlich, aber sprachlicher Unsinn. Schärfentiefe heißt “Tiefe der Schärfe”. Eine Schärfe der Tiefe ist Nonsens. Siehe Kettenhund und Hundekette!